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	<title>Texte Archive &#8226; Jens Schäfer, Autor.</title>
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	<description>Jens Schäfer schreibt Romane, Sachbücher, Drehbücher, Theaterstücke und Texte.</description>
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		<title>Die polnische Hose</title>
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		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 15:02:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/die-polnische-hose/">Die polnische Hose</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p><em>Aus Echte Männer. Ein Leben im Verborgenen. Piper Verlag 2005</em></p>
<p>Ich habe mich letzte Woche ganz fürchterlich mit Fanny gestritten. Es fing ganz harmlos an. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, war es acht Uhr und meine Freundin saß auf dem Sofa und blätterte in einer Frauenzeitschrift. Ich beugte mich zu ihr und gab ihr einen Kuß.<br />
„Wie war dein Tag,“ fragte Fanny freundlich.<br />
„Geht so. Und deiner?“<br />
„Sehr gut.“<br />
Als ich zum Bad ging, sah ich, daß ihr Blick mir folgte. Ich konnte spüren, daß sie lächelte. Ich wußte, gleich würde sie etwas sagen.<br />
„Also, entweder deine Hose ist eingegangen oder dein Hintern ist runder geworden.“<br />
Ich blieb stehen, den Türgriff zum Bad in der Hand, und wußte nicht, ob sie nun etwas an der Hose auszusetzen hatte oder an meinem Hintern. Oder war das eine neue Art von verbalem Vorspiel? Ich drehte mich um.<br />
„Ich habe das Gefühl, daß du mir was sagen willst. Wenn ich nur wüßte, was?“<br />
„Genau das, was ich gesagt habe.“<br />
„Was? Daß meine Hose eingegangen ist? Oder daß ich am Hintern zugenommen habe? Das sind zwei grundverschiedene Dinge. Das eine ist mein Körper, das andere ein Kleidungsstück.“<br />
Können die Menschen nicht sagen, was sie meinen?<br />
„Was ist denn mit dir los“, fragt sie, „hast du wieder einen schlechten Tag gehabt?“<br />
Ich weiß nicht, ob ich schon erwähnt habe, daß ich die Arbeit, die ich verrichte, manchmal sehr anstrengend sein kann. Ich bin freier Autor. Fanny sagt immer, ich solle mir was anderes suchen. Was Sicheres und Einträglicheres. Aber ich mag meinen Beruf. Meistens läuft es ja auch ganz gut. Im Moment aber nicht. Und so war meine Stimmung an diesem Mittwoch abend, wie all die Wochen zuvor, nicht die allerbeste.<br />
„Ja, ich hatte einen schlechten Tag. Sagte ich das nicht schon?“<br />
„Ich meine ja nur, daß das, was du deinen Freizeitlook nennst (und trotzdem zu deinen Terminen anziehst), vielleicht mal wieder erneuert gehört &#8211; das gilt auch für diese Hose.“<br />
Zu dieser Hose muß gesagt werden, daß ich sie seit beinahe zehn Jahren besitze. Es ist eine graue No-name-Hose, eine Mischung aus Jeans, Wander- und Handwerkerhose, die ich auf einem Wochenmarkt in Krakau erstand, als ich dort mit ein paar Freunden ein Wochenende verbrachte. Es war ein Risiko, sie zu kaufen, denn dort auf der Straße konnte und wollte ich sie nicht anprobieren. Aber bei einem Preis von umgerechnet vier Euro ein geringes. Die anderen lachten, aber als wir wieder in unserer kleinen Pension waren und ich in die Hosen schlüpfte, wich ihre Belustigung allgemeiner Anerkennung. Denn diese Hose saß perfekt. Und das tut sie immer noch. Sie ist weit genug geschnitten, daß Stiefel drunter passen und eng genug, daß sie nicht mit einer dieser häßlichen Siebziger-Jahre-Hosen aus einem Secondhand-Laden verwechselt werden kann. Sie hat keine Knöpfe, sondern einen Reißverschluß, was ein enormer Vorteil ist. Der Sattel ist auffällig niedrig angesetzt, wie es jetzt Mode ist. Sie sitzt wie angegossen und ist auch nach all den Jahren, in denen sie den größten Teil ihrer Farbe verloren hat, immer noch mein liebstes Beinkleid. Zugegeben, wenn man ganz genau hinsieht, kann man ihre Herkunft erkennen oder zumindest erahnen. Aber gerade das – daß sie aus dem Ostblock stammt – gefällt mir an ihr. Mir gefällt, daß sie aus Polen ist und daß ich so wenig bezahlt habe. Daß sie mich an dieses Wochenende unter Männern erinnert. Daß sie so authentisch ist. Daß niemand anders eine solche Hose hat. Im Grunde genommen ist diese Hose eines der wenigen Kleidungsstücke, in denen ich das Gefühl habe, ich selbst zu sein. Und das ist verdammt viel wert. Weil das heutzutage kaum noch möglich ist. Überall muß ich zurückstecken und Kompromisse eingehen, mich anpassen und verbiegen.<br />
„Deine Hose ist ja ganz schön und sicher auch sehr gemütlich“, sagte Fanny und richtete sich im Sofa auf, „aber ich finde, daß du ruhig öfter einen Anzug tragen könntest.“<br />
Ich besitze vier Anzüge. Den ältesten habe ich mir vor sechs Jahren gekauft, den jüngsten vor einem. Früher, als ich noch in einer richtigen Redaktion arbeitete und viele Außentermine hatte, habe ich jeden Tag Anzug getragen. Heute sitze ich die meiste Zeit an meinem Schreibtisch und es macht wirklich keinen Sinn, mich herauszuputzen. Und wenn ich mal jemanden aus beruflichen Gründen treffe, dann irgendeine dieser rausgeputzten Redakteurinnen, die mir das ganze Jahr über das Leben zur Hölle machen. Für die bestimmt nicht.<br />
„Die Redakteurin würde sicher denken, ich tue das für sie.“<br />
„Aber du tust es für dich!“<br />
„Für mich ziehe ich die Hose aus Polen an.“<br />
„Dann tu es eben für mich.“<br />
Manchmal verstehe ich sie einfach nicht. Sagt sie nicht immer, es ist das wichtigste, daß man sich wohlfühlt? Wenn ich schon in der Arbeit nicht ich selbst sein kann, will ich es wenigstens in meinen Kleidern sein. Und überhaupt: Was sollte das alles?<br />
„Fange ich, wenn du nach Hause kommst, damit an, an deiner Garderobe herumzunörgeln?“<br />
Fannys Hintern, dessen Form und Umfang sich in den letzten Jahren durchaus verändert haben, erwähnte ich lieber nicht. Nicht aus Rücksicht, sondern aus Erfahrung. Denn was das angeht, ist sie sehr sensibel. Sie weiß von diesen Veränderungen, aber sie erträgt es nicht, wenn jemand anders als sie selbst davon spricht. Und wenn sie es tut, darf ich ihr auch nicht zustimmen, sondern muß sagen, daß das nicht stimmt und daß ihr Hintern immer noch der knackigste und aufregendste ist, den ich kenne.<br />
„Dafür gibt es ja auch keinen Grund. Ich habe nämlich einen guten Kleidungsstil.“<br />
Da hatte sie allerdings recht. Ich mochte schon immer, was sie trug.<br />
„Ach. Und ich nicht?“<br />
„Nein, nicht immer.“<br />
„Wieso? Was gefällt dir denn noch nicht außer meiner polnischen Hose?“<br />
„Darum geht es doch gar nicht.“<br />
„So? Worum geht es denn dann?“<br />
So gab ein Wort das andere und am Ende flog ein Teller. Ich gestehe, daß ich es war, der ihn geschmissen hat. Es tut mir auch leid und ich habe mich dafür entschuldigt und den Teller werde ich auch ersetzen. Aber als sie sagte, daß sie das Gefühl habe, ich würde mich nicht genug um meinen Körper kümmern, setzte es bei mir einfach aus. Schon wieder sollte ich etwas an mir ändern, was meiner Meinung nach gar nicht verändernswert war. Ich fragte mich, was das alles soll und wieso ich das mit mir machen lasse. Mit ein bißchen Nachdenken kam ich drauf, daß Fanny nicht die erste Freundin ist, die ich habe und die sich ständig auf eine Weise in mein Leben einmischt, die ich nicht mehr gutheißen kann. Und mit noch ein bißchen mehr Nachdenken erkannte ich, daß ich nicht der einzige Mann bin, dessen Lebenspartnerin ständig an ihm herumkrittelt.</p>
<p>Das geht so, seit ich auf der Welt bin. Ständig wird mir vorgeschrieben, was ich zu tun und zu lassen habe. Von Frauen. Andauernd soll ich mich oder einen Teil von mir ändern. Es sind Frauen, die mein Leben dominieren. Ich meine nicht die Tatsache, daß es eine Frau war, die mich zur Welt brachte. Ich will auch nicht behaupten, daß Frauen über mich bestimmen, weil sie Spitzenfunktionen unserer Gesellschaft besetzen und Entscheidungsträgerinnen sind. Politik und Wirtschaft werden immer noch weitgehend von Männern bestimmt. Was ich meine, ist, daß Frauen bestimmen, wie ich als Mann zu sein habe. Sie bestimmen mein Denken und Handeln. Sie beeinflussen und domestizieren es. Die großen gesellschaftlichen Themen der letzten dreißig Jahre – außer Waldsterben, Natodoppelbeschluß und Wiedervereinigung – drehten sich alle um die Frauen. Es ging um Emanzipation und Gleichberechtigung, Abtreibung und Gleichheit am Arbeitsplatz, Bundeswehr und Frauenbeauftragte, Gender Studies und Lash Backs. Männer lassen lieben und Als Gott den Mann erfand, übte sie nur. Man/Frau und das große „I“ in ErbsünderInnen. Die Töchter Egalias und der Tod des Märchenprinzen. Ich lasse mir erklären, was schlecht ist an mir und an meinem für mein Geschlecht typischen Verhalten. Ich rede über Gefühle, gebe mich schuldbewußt und schäme mich für die jahrhundertelangen Schandtaten meiner Vorgänger, von Judas über Hitler bis zu meinem Schwiegervater in spe. Mein Leben und mein Alltag wurden und werden von diesen Themen bestimmt. Und immer sind es die Männer, die sich verändern und verbessern müssen, damit die Frauen so sein können, wie sie eigentlich sind. Dabei wird alles in Frage gestellt, was Männer tun: Ihre Art zu reden und zu schweigen, zu denken und zu diskutieren, zu dominieren und zuzuhören, zu regieren und zu vögeln. Sie sollen nicht so werden wie die Frauen – sie sollen so sein, wie die Frauen sie gerne hätten. Frauen bestimmen in Beruf und Gesellschaft, in Alltag und Privatleben, was Männer zu tun und zu lassen haben. Der Kodex männlicher Verhaltensregeln ist weitgehend von Frauen erstellt worden. Männer bemühen sich lediglich, diesem zu entsprechen. Da sie es nie schaffen werden – ganz einfach, weil er von Frauen erstellt wurde – sind sie ständig dem latenten Gefühl des Nichtgenügens und Versagens ausgesetzt. Mängel und negative Eigenschaften werden nicht konstatiert, sondern sind der permanenten Veränderung und Verbesserung unterworfen.<br />
Und die Männer? Mühen sich redlich. Sie wollen nicht sein wie Frauen. Sie wollen so sein, wie sie glauben, daß Frauen wollen, daß sie sind. Geben sich Mühe. Sehen ein und gestehen. Geißeln sich und tun Buße und leben ihr Leben als Mann nur noch im verborgenen. Dabei vergessen sie sich selbst und drängen ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund. Eigentümlich, was da in den letzten Jahrzehnten unter dem Deckmantel von Aufklärung und Emanzipation passiert ist. Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich bin nicht dafür, das Rad der Zeit zurückzudrehen und das Patriarchat wieder aufleben zu lassen, und Sexismus und körperliche Gewalt gegen Frauen lehne ich entschieden ab. Ich meine, ich mag Frauen und eine von ihnen sogar so sehr, daß ich mein Leben mit ihr teile und daß ich manchmal Ich liebe dich zu ihr sage. Aber seit Jahren tue ich alles dafür, um den Frauen gerecht zu werden. Besser gesagt, ihren Ansprüchen an mich. Und werde dabei das Gefühl nicht los, daß sich da eine Schieflage eingestellt hat, die uns allen nicht gut tut. Und die korrigiert werden sollte. Und zwar schleunigst &#8230;</p>

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</div><p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/die-polnische-hose/">Die polnische Hose</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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		<title>Hunde</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/hunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 10:20:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/hunde/">Hunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p>Im Gegensatz zu Immobilien, Kinderfahrrädern und Schweizer Armbanduhren haben Hunde nur einen geringen Wiederverkaufswert. Kampfhunde meist gar keinen. Spezielle Hilfsorganisationen kümmern sich um die Vermittlung solcher Tiere, die von ihren Besitzern wegen Aggressivität, Überforderung oder schierer Hässlichkeit abgegeben oder ausgesetzt wurden. Ein guter Hund ist ein Hund, der auch von anderen Menschen gemocht wird und vice versa.</p>
<p>→ <a href="https://www.amazon.de/Alles-was-gut-ist-schn%C3%A4ppchenfreie/dp/3827009944?ie=UTF8&amp;*Version*=1&amp;*entries*=0" target="_blank" rel="noopener">Gebundene Ausgabe</a></p>
<p>→ <a href="https://www.piper.de/buecher/alles-was-gut-ist-isbn-978-3-8270-7437-9-ebook" target="_blank" rel="noopener">E-Book</a></p>

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</div><p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/hunde/">Hunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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		<title>Scholarship in Upstate New York</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/scholarship-at-omi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 14:58:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/scholarship-at-omi/">Scholarship in Upstate New York</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p>My scholarship at the Ledig house was in September, we had a lovely time full of late summer sun, read leafs on the trees and cool nights on the terrace. The writers promised to keep in contact, but after four weeks we all went back into our lifes and never saw us again.<br />
My time ended with the anual summer reading and we were all asked to read something of our work. I wondered, who the hell would come to listen to stories from people, that write in a different language. Would I do that in Berlin? No chance. But I was wrong, the evening came and with it dozens of – mostly elderly – people from around. Those are the folks, I thought, that live in the houses with the big gardens which no one is allowed to step on. These are the ones who could have been shooting me if I would have done it. The men wore baseball caps and the women looked like the good mothers of American art house movies that had a deep and sometimes very dangerous secret. The house was full oft hem, it seemed that the whole disctrict had shown up, they were sitting on all the chairs and standing in all corners and doors. They were nice and I still wondered why they showed up. They were without any doubt not able to understand a single word of us.<br />
The reading session took at least one hour, one of us after the other presented our texts, and the folks in front of us – most oft hem in winter jackets – were sitting and listening without moaning. A gentle writer from Finland read in Finish, a woman who looked als if she came from Transilvania, but was from a former communist country, I can’t rembember the name, read in her mother language. A Chinese woman read in Cantonese or Mandarin, who could tell, and a Swiss poet gave a performance in Swiss German that even I had difficulties to understand. I was the last one to read, I read the first pages of my first book, which tells stories of an average German man under the influence of women. He grew up in the 80s and tried to make the women in his life happy – his teachers, his mother, his girlfriends. They told him that men are evil creatures, who start wars, torture nature and children and try to dominate the women of the world. And while he was trying to be different and gentle, open minded and cooperative he forgot who he was and what he wanted.<br />
The audience was listening and I had no idea, what they were hearing as it was all in German. I finished and the audience applauded gently like before and while we all went out to the garden, an old man whispered, &#8218;how do you know my wife so well?&#8216; I smiled and followed him through the door and then I understood why all these people were such a nice and attentive audience – a buffet was build up under the trees, it was huge like the smoregasboard for the Swedish king and his whole family. There was soup and saussages and sandwiches and wine and beer and water and everyone lined up in a queue like school children. They talked with their neighbours and friends and ignored us completely. When they had finished they took off and we were alone again. We drank the rest of the wine and the beer and had a very funny night, even without the Americans.</p>

		</div>
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			<p><em>Geschrieben 2014 für das Ledig House, New York, NY.</em></p>

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</div><p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/scholarship-at-omi/">Scholarship in Upstate New York</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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		<title>Generation PEN – Paketentgegennahme</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 14:57:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/generation-pen-paketentgegennahme/">Generation PEN – Paketentgegennahme</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p><strong>Acht freie Autoren, die sich ein Büro im Prenzlauer Berg teilen, haben den schlechtestbezahlten Job der Welt.</strong></p>
<p>Denn wir nehmen die Päckchen und Pakete entgegen, die im Lauf des Tages in unser Haus geliefert werden. Das sind verdammt viele, besonders in der Vorweihnachtszeit. Weil unser Büro im Erdgeschoss und im Vorderhaus liegt und immer mindestens einer da ist, landen alle Sendungen bei uns. Wir sind die unverzichtbaren Mitarbeiter von DHL und UPS, Hermes und GLS &#8211; und verdienen keinen Cent. Wir sind von morgens bis abends im Einsatz, an fünf, sechs, manchmal sieben Tagen pro Woche, und kriegen keinen Lohn, kein Urlaubs- und kein Krankengeld, keine Sozialleistungen, kein dreizehntes Monatsgehalt, nicht mal Weihnachtsgrüße.<br />
Wir sind die Generation PE, Paket-Entgegennahme. Zu hunderttausenden sitzen wir in Büros, Friseurläden oder Kiosken und verwalten den Warenverkehr der Nation. Wie in einem Roman von Kafka sind wir täglich in Arbeitsprozesse eingespannt, ohne uns jemals dafür beworben oder etwas unterschrieben zu haben. Wir wissen nicht mal, ob DHL und UPS überhaupt unsere Arbeitgeber sind. Vielleicht arbeiten wir ja auch für die Fahrer, die meist selbständig oder scheinselbstständig sind. Oder für unsere Nachbarn, die schubkarrenweise Sachen im Internet bestellen und nie, nie, nie zuhause sind, wenn das Zeug gebracht wird?<br />
Und wir nehmen alles entgegen. Socken, Bücher, Schuhe, Lebendtierfutter, Hochzeitstorten, Kochtopfsets, Autoreifen, Fahrräder, Gartenmöbel und dem Gewicht nach auch jede Menge Backsteine. Manchmal stapeln sich in unserem Flur so viele Pakete, dass man gar nicht mehr durchkommt und sich wundert, dass es überhaupt noch Einzelhändler gibt. Die Fahrer kommen jeden Tag. DHL um zehn, UPS und elf, Hermes gegen halb zwölf und GLS um eins. Nachmittags trudeln dann die restlichen Anbieter ein. Träten wir Mini-Mini-Jobber kollektiv in den Streik, würde das System sofort zusammen- und landesweites Chaos ausbrechen, denn kein Päckchen würde mehr ausgeliefert. Weihnachten fiele ins Wasser, weil niemand ein Geschenk hätte. Vor den Postfilialen, wo die Fahrer die Kartons in ihrer Not abgeben würden, gäbe es kilometerlange Schlangen, die Polizei müsste eingreifen, damit es nicht zu Gewalt und Massenpanik kommt, die wenigen verbliebenen Geschäfte wären nach wenigen Tagen restlos ausverkauft.<br />
Am frühen Abend klingeln die ersten Nachbarn. Abgekämpft stehen sie in der Tür, halten uns einen bunten Benachrichtigungsschein vor die Nase und fragen, ob wir ein Paket für sie haben. Natürlich haben wir, sonst hätte ja kein Zettel in ihrem Briefkasten gelegen. Den Schein kontrollieren wir übrigens, seit im Büro von Freunden ein Päckchen wegkam und der Empfänger sie angezeigt hat.<br />
Wenn die Angaben stimmen, dürfen sie reinkommen und sich ihr gutes Stück aus dem Haufen fischen. Manchen ist anzumerken, dass sie lieber bedient würden. Früher habe ich mich tatsächlich durch die Paketberge gewühlt, manchmal auf allen vieren, während die Empfänger in der Tür standen und ihre restliche Post lasen oder eine SMS schrieben. Aber ich habe mir letzten Monat beim Versuch, einen Zalando-Karton von einem Amazon-Stapel herunter zu wuchten, einen Hexenschuss zugezogen. Seitdem halte ich mich zurück.<br />
Mein Job hält mich schon genug auf Trab. Ich habe den hintersten Platz im Büro, von meinem Tisch bis zur Tür sind es etwa zwanzig Meter. Im Schnitt klingelt es acht Mal pro Tag, wenn ich nur jedes zweite Mal gehe, lege ich am Tag 160 Meter zurück. Das sind in einer Woche 800, im Monat 3.200 und in einem Jahr 38.400 Meter! Und das alles für Menschen, die einen behandeln wie&#8230;wie&#8230; wie einen Paketzusteller! In all den Jahren haben wir ein einziges Mal eine Flasche Wein bekommen, als Dankeschön. Das war letzten Dezember, ein Nachbar wollte ein Paket abholen und drückte sie uns in die Hand. Er war betrunken und die Flasche nicht mehr ganz voll, wahrscheinlich hatte er sie gerade auf irgendeiner Weihnachtsfeier abgestaubt. Manchmal macht einer eine Szene, weil er zu nachtschlafender Zeit ein Paket abholen wollte und niemanden mehr angetroffen hat. Der steht dann am nächsten Morgen im Flur und schimpft und droht, er würde dafür sorgen, dass wir in hohem Bogen rausfliegen. Wobei er leider immer nur das Haus meint und nie den Mini-Mini-Job.</p>

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			<p><em>Zuerst, in leicht abgeänderter Form, am 24.12.2014 in der Süddeutschen Zeitung erschienen</em></p>

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</div><p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/generation-pen-paketentgegennahme/">Generation PEN – Paketentgegennahme</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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		<title>Sexspielzeug</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/sexspielzeug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 11:14:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/sexspielzeug/">Sexspielzeug</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p>Beate Uhse, die Urmutter westdeutscher Heimerotik, rühmte sich stets, mit ihren Produkten massenweise Ehen aufgepeppt, wenn nicht gar gerettet zu haben. Auch wenn die Geschmäcker verschieden und den Vorlieben keine Grenzen gesetzt sind, sollte man sich sein Eheleben nur von gutem Sexspielzeug aufpeppen oder retten lassen. Viele Toys bestehen nämlich aus PVC und anderen Kunststoffen – selbst solche, die angeblich aus reinem Latex oder Silikon hergestellt sind. Weil sie zwar hart, aber nicht zu hart sein sollen, enthalten nicht wenige von ihnen Phtalate und andere Weichmacher sowie Lösungsmittel wie Cyclohexan und Toluol, die von den Schleimhäuten aufgenommen werden. Sie alle können Allergien auslösen, Leberschäden verursachen, Krebs erregen und das Erbgut schädigen. Es gibt zwar EU-weite Gesundheitsrichtlinien für Kinderspielzeug, aber leider nicht für das der Erwachsenen. Schlägt Ihnen schon beim Auspacken von Dildos, Vibratoren oder Kugeln ein stechender oder beißender Geruch entgegen, sollten Sie unbedingt auf deren Gebrauch verzichten. Gutes Sexspielzeug besteht aus Edelstahl, Glas, Latex oder Silikon und riecht nicht. Außerdem ist es gut verarbeitet und hat keine Ecken und scharfen Kanten. Denn Ausschlag und Schnittwunden sind auch dem aufgepepptesten Liebesleben wenig förderlich.</p>
<p>→ <a href="https://www.amazon.de/Alles-was-gut-ist-schn%C3%A4ppchenfreie/dp/3827009944?ie=UTF8&amp;*Version*=1&amp;*entries*=0" target="_blank">Gebundene Ausgabe</a></p>
<p>→ <a href="https://www.piper.de/buecher/alles-was-gut-ist-isbn-978-3-8270-7437-9-ebook" target="_blank">E-Book</a></p>

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		<title>Ich war kein Mann für den Familienpuff</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/ich-war-kein-mann-fuer-den-familienpuff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 14:53:33 +0000</pubDate>
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			<p>Ein Familienpuff ist kein normaler Puff. Man kauft keinen Sex. Man bezahlt auch nicht mit Geld. Sondern mit Zeit, davon haben die Männer, die ihn regelmäßig aufsuchen, mehr als genug (im Gegensatz zu Geld). Im Gegenzug kommen sie einen Nachmittag lang in den Genuss des wärmenden Gefühls von Kindern und Familie, von Zusammen- und Dazugehörigkeit, von Geliebt- und Bewundertwerden. Die Männer, die in den Familienpuff gehen, haben selbst keine Kinder. Die sind Mitte 30, studieren im zwanzigsten Semester oder halten sich mit Jobs beim Messebau oder als Taxifahrer über Wasser und leben immer noch in Wohngemeinschaften. Ihr Freundeskreis besteht aus Gleichgesinnten, die allesamt viel kiffen und noch mehr trinken und sich im Rausch dem Traum hingeben, die Stadt, in der sie schon viel zu lange leben, eines Tages für immer zu verlassen. Diese Männer halten sich für die besseren Väter, nur weil sie mal einen Nachmittag lang den Hampelmann machen, wenn sie sich mit Freunden treffen, denn das ist der Deal, ich geb’ dir meine Zeit, du gibst mir dein Kind, und die Eltern sind froh, sich mal ein paar Stunden nicht kümmern zu müssen. Deshalb fahren diese Männer mit zum Grillen oder zum Baden oder zu einer Wanderung, die wegen Kinderwägen und schnell ermüdenden Kinderbeinen über einen kleinen Spaziergang in Parkplatznähe nie hinauskommt. Von diesen Männern taucht immer einer auf, mindestens, irgendjemand kennt immer irgendeinen, der mitkommt und den Kindern ein paar Schwänke aus seinem Leben erzählt, von denen nicht immer alle jugendfrei sind, und dabei stets darauf achtet, jede Frage so gewissenhaft und ehrlich wie möglich zu beantworten, stets bemüht, den Fragenden wie einen kleinen Erwachsenen zu behandeln. Die lassen Jungs auf ihre Schultern steigen, selbst wenn diese acht oder zehn Jahre alt sind und eigentlich fiel zu schwer für so was. Die stehen am Wasser und versuchen, einem kleinen Mädchen, das sie noch nie zuvor gesehen haben und beim nächsten mal wahrscheinlich gar nicht mehr wieder erkennen, das Schwimmen beizubringen oder das Tauchen oder irgendetwas anderes, woran die leiblichen Eltern schon seit Monaten oder Jahren herumlaborieren, aus Gründen positiver Erziehung verlieren sie dabei kein böses Wort, sondern loben jeden noch so kleinen Erfolg über den grünen Klee, selbst wenn es nicht mehr als ein halber Armstoß ist. Die jonglieren mit einer Coladose, einem Apfel und einer rohen Grillwurst und rufen laut „Oooh!“, wenn ihnen was runterfällt, wie die schlechte Kopie eines noch schlechteren Zirkusclowns. Die lassen sich theatralisch ins Gras fallen, wenn sie von einer Spielzeugpistole getroffen werden und einen Löffel unter einem großen Tuch verschwinden, um ihn aus dem Ohr eines staunenden Kindes wieder hervorzuziehen. Wer genau hinsieht, dem fällt auf, dass diese Kerle sich mit ihren Zauberstückchen nie zu weit von den anderen Erwachsenen entfernen. Wahrscheinlich wollen sie nichts von den Gesprächen der anderen Erwachsenen verpassen. Aber so gehaltvoll sind die ja meist gar nicht. Es ist schließlich Wochenende, allen steckt die Arbeits- und Familienwoche in den Knochen. Wahrscheinlich halten diese Männer die leiblichen Väter und Mütter für Rabeneltern, die die wirklichen Bedürfnisse ihrer Kinder gar nicht kennen. Am liebsten würden sie den Kleinen eine Unterschriftenliste hinhalten, in denen diese bestätigen, dass es mit Papi nie so lustig ist wie mit ihnen. Haben diese Kerle denn nichts anderes zu tun? Wenn sie auf Familie machen wollen, können sie doch genauso gut zu ihren Eltern gehen, oder nicht? Aber da gefällt es ihnen wahrscheinlich nicht. Da sind sie nur Kinder, die immer noch keine Kinder haben, und auch sonst wird an ihnen und ihrem Lebensstil herumgenörgelt, s.o.. Sie wollen aber nicht, dass jemand an ihnen herumnörgelt. Sie wollen hören, wie gut sie etwas machen. Sie wollen Verantwortung spüren, wollen Vater sein und großer Bruder und Patenonkel in einem. Das geht nur hier draußen. Sie könnten auch eine eigene Familie gründen. Aber das geht ja auch nicht, entweder sind diese Männer Singles und haben die richtige noch nicht gefunden (auch wenn sie ständig auf der Suche sind) oder sie kämpfen sich durch mehr oder weniger neurotische Beziehungen mit ebenso hübschen wie neurotischen Damen, von denen der Freundeskreis nur selten eine zu Gesicht bekommt. Kinder schenkt ihnen da keine. Nicht selten zu unrecht, da ist kaum mal eine dabei, der man raten möchte, eine Familie zu gründen.</p>

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		<title>Ferngesteuerte Flugzeuge</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/alles-was-gut-ist-ferngesteuerte-flugzeuge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2016 16:59:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/alles-was-gut-ist-ferngesteuerte-flugzeuge/">Ferngesteuerte Flugzeuge</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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			<p>Es gibt Dinge, die das, was sie angeblich können, einfach nicht können. Trotzdem werden sie immer noch produziert. Und immer wieder gekauft, weil die Käufer vergessen haben, dass sie schon in ihrer Jugend nicht funktioniert haben. So heben die allermeisten billigen ferngesteuerten Flugzeuge einfach nicht ab. Das war vor 30 Jahren so, das ist heute noch so, das wird auch in Zukunft so sein.</p>
<p>→ <a href="https://www.amazon.de/Alles-was-gut-ist-schn%C3%A4ppchenfreie/dp/3827009944?ie=UTF8&amp;*Version*=1&amp;*entries*=0" target="_blank">Gebundene Ausgabe</a></p>
<p>→ <a href="https://www.piper.de/buecher/alles-was-gut-ist-isbn-978-3-8270-7437-9-ebook" target="_blank">E-Book</a></p>

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</div><p>Der Beitrag <a href="https://jensschaeferberlin.de/portfolio/alles-was-gut-ist-ferngesteuerte-flugzeuge/">Ferngesteuerte Flugzeuge</a> erschien zuerst auf <a href="https://jensschaeferberlin.de">Jens Schäfer, Autor.</a>.</p>
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		<title>Reinigungen</title>
		<link>https://jensschaeferberlin.de/portfolio/reinigungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[web802]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 11:19:48 +0000</pubDate>
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			<p>Manche Reinigungen waschen und bügeln ein Hemd für 99 Cent. Dafür darf man sogar den Kleiderbügel behalten. Dieser Preis ist möglich, weil die Hemden maschinell gewaschen und anschließend nicht von Hand gebügelt, sondern gepuppt werden. Das heißt, sie werden auf einen puppenartigen Körper gesteckt, aus dem heiße Luft gepresst wird, die das Hemd glättet. Dieser durchtechnologisierte Vorgang ist zwar günstiger, aber auch nachhaltiger in der Zerstörung des Stoffes. Denn die Hemden sind dauerhaft so viel Druck von innen ausgesetzt, dass der Stoff sich dehnt, reißt und die Nähte sich irgendwann auflösen. Deswegen sind Reinigungen, in denen von Hand gebügelt wird, in jedem Fall vorzuziehen. Das dauert länger, ergo sind handgebügelte Hemden teurer als gepuppte. Dafür halten sie aber auch bis zu dreimal so lange wie diese. Wäre es nicht schön, wenn man auch Menschen puppen könnte, nach dem Aufwachen zum Beispiel? Oder nach dem Älterwerden?</p>
<p>→ <a href="https://www.amazon.de/Alles-was-gut-ist-schn%C3%A4ppchenfreie/dp/3827009944?ie=UTF8&amp;*Version*=1&amp;*entries*=0" target="_blank">Gebundene Ausgabe</a></p>
<p>→ <a href="https://www.piper.de/buecher/alles-was-gut-ist-isbn-978-3-8270-7437-9-ebook" target="_blank">E-Book</a></p>

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